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TRANSPARAID

BEWUSST GEBEN. KONKRET HELFEN.

Es ist gar nicht so einfach als Optimist in diesen Tagen.
Krieg im nahen und mittleren Osten, Flüchtlinge überall in Europa, Terror im eigenen Land.
In der Unübersichtlichkeit dieser Situation gehen viele Menschen den zuweilen platten Stereotypen auf den Leim, und teilweise sind sie relativ schnell dabei, unreflektiert zu posten, zu liken und zu teilen. Meistens, und leider, im negativen Sinne. Andere wiederum wollen helfen, irgendwas tun… nur was? Und wie?
Die Lage in den Krisenländern dieser Welt ist genauso unübersichtlich wie die Organisationen, die vor Ort helfen.
Und nicht alle dieser Organisationen sind effektiv oder haben nur Gutes im Sinn - Korruption, Veruntreuung von Spendengeldern oder schlicht Verschwendung von Hilfsmitteln ist keine Seltenheit.

FÜR WEN WIR ES TUN

TRANSPARAID ist unpolitisch, mein primäres Interesse gilt den Menschen in Konfliktgebieten und interessierten Menschen zu Hause in Deutschland. Auf dieser Website stelle ich ein paar der Hilfsorganisationen vor, die ich oder meine Freunde aus Einsätzen vor Ort persönlich kennen. Und bei denen jede Spende dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird: Bei Kriegsopfern, Flüchtlingen und Vertriebenen.
Ich möchte jede dieser Organisationen kurz persönlich beschreiben und begründen, warum ich sie für effektiv halte. Dieses Netzwerk steht ganz am Anfang - mein Ziel ist es, über die Zeit immer mehr Organisationen kennenzulernen und hier bei TRANSPARAID vorzustellen.

Mobirise

Skaten in Kabul? Klar, warum eigentlich nicht. SKATEISTAN ist eine der tollsten Organisationen, die ich kenne. Nicht zuletzt deswegen, weil ich selbst eine Skate-Historie habe (wenig ruhmvoll, ich bin eher ein Bewegungsdepp), aber auch weil es die erste Hilfsorganisation war, die ich pro bono fotografierte.
Es war Kabul, 2011. Und ich war vom ersten Moment an davon überzeugt, dass diese Organisation fantastisch, großartig und ganz wunderbar ist. Mit ihrer Initiative Safe to Skate will SKATEISTAN Orte schaffen, wo es für Kinder sicher ist - um zu skaten, zu lernen, zu spielen, zu träumen. Als ich diese Woche Oliver Percovich fragte, ob ich SKATEISTAN vorstellen darf, und er mir von den aktuellen Projekten erzählte, war mir irgendwie sofort klar: Ich muss wieder nach Kabul!

Mobirise

Als ich im September 2019 im Nordirak war, um die Peschmerga zu dokumentieren und mit einem kleinem Team Kurse in Selbstverteidigung und Ernährungskunde in den Flüchtlingscamps zu testen, traf ich Suzan Fahmi von Khalsa Aid per Zufall. Nach einem kurzen Chat über Facebook vereinbarten wir ein Probetraining in Selbstverteidigung für jesidische Mädchen in der Nähe von Lalisch, dem heiligsten Ort der Jesiden. Vom Erstkontakt bis zum Probetraining vergingen ganze zwei Tage. Seit dem weiß ich, dass die Effektivität und Effizienz von Suzan absolut sind. Ich würde jede der Organisationen, für die Suzan arbeitet, ungesehen unterstützen.

Mobirise

Als mich Andrea von Siebenthal von GICHD in 2018 fragte, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte, überlegte ich ca. 0,3 Sekunden lang. Natürlich wollte ich helfen, denn Minenräumung bedeutet für mich nichts anderes, als Zivilisation in ehemaligen Konfliktgebieten überhaupt erst wieder möglich zu machen. Und so reiste ich mit Andrea uns einem tollen Team von Filmemachern nach Bosnien und in den Libanon, um die Arbeit der Minenräumer zu dokumentieren, die von GICHD beraten und trainiert werden. Diese Arbeit mündete in einer Fotoausstellung, die bereits in einigen Ländern gezeigt wurde. Von der Hingabe der GICHD Mitarbeiter und dem positiven zivilen Impact ihrer Arbeit war und bin ich zu 100% überzeugt! aDie Organisation von GICHD wird vom Schweizer Staat finanziert, sodass alle Spenden zu 100% in die Projektarbeit fließen.

Mobirise

„Durch Jump Start können wir Jugendliche in Afrika gezielt unterstützen und miterleben, wie deren Welt ein klein wenig besser wird“, sagte mir Susanne Seul letztes Jahr, als wir uns zufällig darüber unterhalten, wie man Fluchtursachen am besten begegnen kann. Susanne ist eine Arbeitskollegin von mir, und daher kann ich sie recht gut einschätzen. Sie ist strukturiert, strategisch versiert und verliert dennoch nie den Bezug zur operativen Realität. Außerdem hat sie ein sehr großes Herz. Neben dem Job im Konzernumfeld ist sie im Vorstand von Jump Start e.V., einem Verein, der Kinder und Jugendliche in ihren Träumen bestärken und durch gezielte Förderung bessere Zukunftsperspektiven bieten will. Der Fokus der Projekte liegt auf Bildung, Sport- und Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche in Kenia und Tansania. Ein großartiges Projekt!

Mobirise

Im Herbst 2017 arbeitete ich an einer Dokumentation über den Blauhelm-Einsatz der Vereinten Nationen in Mali, Afrika. Als ich mit der Bundeswehr in Bamako einige Bilder über die Gegebenheiten vor Ort machte, „stolperten“ wir über die Organisation „HÄUSER DER HOFFNUNG“ in einer verarmten Ecke der Stadt. Wir fragten, ob wir uns das mal anschauen dürften und siehe da: Wir durften. Es ist beeindruckend, was die deutsche Gudrun Eisenmann dort vor Ort leistet, ganz besonders die Arbeit mit jungen Mädchen, die bei „Häuser der Hoffnung“ leben, in Sicherheit zur Schule gehen und viele nützliche Dinge über Gesundheit und Ernährung lernen können. Ich vertraue Gudrun. Und ich glaube fest an eine Korrelation zwischen der Rolle von Frauen und Mädchen in einer Gesellschaft und ihrer Friedfertigkeit.

Mobirise

Ich kenne Serkan Erken von STELP (Stuttgart Helps) von einer Veranstaltung im Rahmen der letzten Europawahlen. Wir beide hielten in Stuttgart jeweils eine Keynote vor jungen Menschen, um für Europa zu werben. Wir beide beleuchteten die europäische Idee aus der Perspektive der Außengrenzen, der geopolitischen Sicherheit und der absoluten Notwendigkeit etwas gegen Fluchtursachen im Mittleren Osten und Afrika zu tun. Bei einem Bier danach erzählte mir Serkan von seiner ersten Reise mit Spenden nach Griechenland und dem, was sich daraus entwickelt hat. Das Leuchten in seinen Augen, als er die Projekte von STELP beschrieb, sagte mir alles über einen Mann, der sein Leben der Hilfe von Schutzbedürftigen verschrieben hat. Seit diesem Abend blieben wir in Kontakt, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir gemeinsam in eines der Länder reisen, um die wir uns sorgen.

Mobirise

Im Spätsommer 2019 hatte ich über meinen Freund Joachim Weckwerth die einmalige Gelegenheit, zwei Crews der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf ihren Missionen in der eisigen Ostsee zu begleiten - auf den Seenotkreuzern  THEO FISCHER, Darßer Ort, und dem Seenotkreuzer ARKONA, Warnemünde.
Neben der wohltuenden Wirkung von rohem Ingwer gegen Seekrankheit lernte ich viel über die Professionalität und Hingabe der Seebären der DGzRS, was mich sehr beeindruckt hat. Da ich selber gern am und im Meer bin, schätze ich ihren Einsatz über alle Maßen!

Mobirise

Mariwan Baker kenne ich bereits seit einigen Jahren, und ich habe ihn und seine sehr effektive BRING HOPE HUMANITARIAN FOUNDATON immer wieder mit Fotos und Filmen unterstützt, einer davon wurde im Europa-Parlament in Straßburg gezeigt, worauf ich auch ein kleines bissl stolz bin. Anfang 2017 bin ich mit BRING HOPE an die Frontlinien vor Mossul gefahren, um dort 50.000 Liter Trinkwasser abzuliefern, dass ich über die Einnahmen einer Fotoausstellung in München gekauft hatte. Mariwan steuerte spontan mehrere Lieferwagen mit Decken und Medikamenten bei. Im Herbst 2019 unterstützte BRING HOPE mein eigenes kleines Projekt TRACES OF HOPE in Irakisch Kurdistan bei der Durchführung von Hilfs-Prototypen mit dem Fokus auf Selbstverteidigung von Frauen und Ernährungskunde in Flüchtlingslagern. Wenn es darum geht, schnell und zuverlässig Hilfsgüter dorthin zu bringen, wo sie nötig sind, dann ist BRING HOPE ganz vorn mit dabei.

Mobirise

Vor fünf Jahren überfiel der IS das jesidische Siedlungsgebiet in Shingal, Irak. Zehntausende wurden verschleppt oder starben und es blieben unzählige Kinder ohne Zukunft zurück. Im gleichen Jahr wurde der Bau des Our Bridge Bildungszentrums in Khanke, am Lake Mossul, begonnen. Inzwischen gehen dort 300 Kinder zur Schule, haben eine Möglichekit sich zu duschen und Wäsche zu waschen und können den Spielplatz auf dem Hof nutzen. Sie lernen lesen, schreiben, rechnen, englisch, den Umgang mit neuen Medien und mit der Nähmaschine. Alles Dinge, die ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen. Derzeit wird eine zweite Einrichtung, dichter an der syrischen Grenze, gebaut. Enno Lenze ist ein Museumsdirektor, Kriegsreporter im Nebenjob und zwischenzeitlich ein Freund, mit dem ich schon einige Male im Mittleren Osten unterwegs war. Er unterstützt Our Bridge ehrenamtlich, sodass man von deren Effizienz und Effektivität ganz beruhigt ausgehen kann.

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